Valencia (Oktober 2025)

Nachdem mir mein Verlobter schon viel über Valencia erzählt hatte stand diese Destination auch noch auf unserer Reiseliste. Da die Flugverbindung aus Österreich nicht immer die beste ist, war ich umso erfreuter Flüge innerhalb der Herbstferien zu bekommen. Ein Hotel war über Booking schnell gefunden.

1. Tag

In Valencia angekommen taten wir uns, mit unseren nicht vorhandenen Spanischkenntnissen etwas schwer. Der geneigte Spanier ist mit der englischen Sprache nicht so vertraut. Mit Händen und Füßen versuchte uns der Leitwolf der Taxifahrer, zu mindestens übernahm er die Kommunikation mit den vorderen 5 Taxen um zu beraten, wie wir das jetzt mit den Kindersitzen für zwei Kinder lösen könnten. Scheinbar ist die Polizei in Spanien sehr streng, wenn es um diese Vorgaben geht. So richtig zufriedenstellend konnten wir das Problem nicht lösen, aber wir haben dann trotzdem den Weg zum Hotel gefunden.

Das Wetter war sensationell. Wir hatten jeden Tag strahlenden Sonnenschein und Temperaturen zwischen 25 bis 30 Grad.

Hotel

Unser Hotel befand sich ganz in der Nähe der Stadt der Wissenschaft. So konnten wir viel zu Fuß erreichen. Es war solide und das Frühstück war in Ordnung. Die Standards in Spanien sind offensichtlich anders, als wir es aus Österreich gewohnt sind. Das Personal war allerdings sehr freundlich und immer sehr hilfsbereit.

Nachdem wir unsere Taschen abgegeben hatten, erkundeten wir die Umgebung. Zuerst lockte uns die Stadt der Wissenschaft mit ihren imposanten Bauwerken. Entlang des Parks gab es auch die kleinen grünen Papageien zu sehen, die überall in der Stadt beheimatet waren. Wir liefen bis zum Gullivar Spielplatz. Der Spielplatz besteht aus einer überdimensionalen, am Boden liegenden Gulliver-Figur, auf der die Kinder und auch der ein oder andere Erwachsene nach Herzenslust herumklettern konnten. Leider gab es hier keine Möglichkeit etwas zu trinken zu kaufen, sodass wir es bei den warmen Temperaturen nicht lange aushielten. Da wir immer noch Zeit hatten, bis unser Zimmer bezugsfertig war gingen wir in Richtung Strand. Am Hafen vorbei war es dann nicht mehr weit. Der Strand war, bis auf ein paar Touristen und Strandtuchverkäufer relativ leer. Nachdem wir auch den vierten Verkäufer erfolgreich abwehren konnten gingen wir bis vor zum Meer. Die Kinder waren hell auf begeistert und fingen auch gleich an nach Muscheln zu suchen. Nass und sandig liefen wir den Strand entlang. Ich war nass und die Kinder sandig. Ich habe wohl die Reichweite der Wellen ein klein wenig unterschätzt würden geneigte Beobachter meinen. Naja Dummheit muss eben bestraft werden. Am Strand kehrten wir noch in ein kleines Eiscafe ein und versorgten uns mit Eis und Getränken.

Dann war es endlich Zeit unser Zimmer im Hotel zu beziehen. Ziemlich erledigt von der Anreise beschlossen wir den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Wir besorgten uns noch etwas zum Essen und ließen die Seele baumeln.

2. Tag

der 2. Tag startete mit einem Frühstück im Hotel. Anschließend stand ein Besuch im Oceanografic an.

Oceanografic

Wie immer viel zu früh drehten wir noch eine Runde durch die Stadt der Wissenschaft und stellten uns dann beim Eingangstor an. Minütlich strömten neue Wartende zum Eingang. Was uns aber relativ egal war, da wir ja vorne in der Schlange standen und die Tickets bereits online vorab gebucht hatten. Dann war es endlich soweit und wir durften rein. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Es gab so viel zu sehen und zu entdecken. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Ein Tier war bunter als das nächste. Hier ein Foto und dort ein Andenken. Der krönende Abschluss sollte die Delphinshow werden. Da sich scheinbar alle Besucher die erste Show anschauen wollten, nutzten wir die Zeit uns alles in Ruhe und ungestört anzuschauen. Bei der nächsten Show sicherten wir uns zeitgerecht gute Plätze. wer nicht hinter einem Pfeiler sitzen möchte, sollte rechtzeitig in die Arena gehen.

Das Oceanografic ist absolut sehenswert!!!!

Museum der Stadt der Wissenschaft

Schon ein wenig müde liefen wir zurück zu unserem Ausgangspunkt. Wir hatten ja schließlich ein Kombiticket und das wollte genutzt werden. Also hieß unser nächster Stopp Museum der Stadt der Wissenschaft. Am Anfang befürchtete ich ein klassisches Museum mit mehr oder weniger Interessanten Ausstellungsgegenständen, bei denen die Kids vor lange Weile und Dessinteresse schon nach wenigen Minuten mit dem Nörgeln anfangen. Als uns allerdings gleich am Anfang ein paar frisch geschlüpfte Küken und noch weitere Eier, die mal frisch geschlüpfte Küken werden wollen begrüßten, war eine Anfangseuphorie zu spüren. Ich hoffte, dass das Museum nicht alles nur auf die Küken gesetzt hatte. Das Museum entpuppte sich als eine große Mitmachausstellung mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Leonardo da Vinci nahm uns mit auf seine Reise. An mehreren Staffeleien hatten Besucher die Möglichkeit Schritt für Schritt eines der bekannten Kunstwerke von da Vinci nachzuzeichnen. Manchen gelang es besser, andere waren auch bemüht. Die Kids waren jedoch total begeistert, auch wenn die Ergebnisse sehr unterschiedlich ausfielen. Das Probesitzen im Rahmen der Mona Lisa oder auch das Ausprobieren unterschiedlicher Geräte und Maschinen, die da Vinci konstruiert hatte brachten neue Energie in unsere müden Gelenke. Nachdem uns da Vinci verabschiedet hatten standen Schattenspiele mit unterschiedlichen Verkleidungen, Sprachverzerrungsmaschinen, physikalische Gesetze und natürlich noch einmal die frisch geschlüpften Küken auf dem Programm. Wiedererwartend war es eine spannende und sehr fesselnde Ausstellung. Die Kinder nutzen jede Gelegenheit anzufassen, was man anfassen durfte, auszuprobieren, was auszuprobieren war. Wir mussten die Kinder quasi nötigen mit uns zum Ausgang zu gehen, da wir wussten, dass der Hunger bald schlagartig eintreten würde. Und jeder der Kinder hat weiß, dass es hier um Sekunden und Leben oder Tod geht.

Irgendwie war unserer Ernährung in dieser Woche sehr von Burgern geprägt. Dabei hätte ich nicht erwartet, dass diese in Spanien so beliebt sind. Nach einem anstrengendem aber sehr interessanten Tag ließen wir den Abend an der Hotelbar ausklingen.

3. Tag

Am dritten Tag wollten wir mal nicht in die Stadt der Wissenschaft. Wir orientierten uns in Richtung Zentrum. Unser erster Halt an diesem Tag sollte die Markthalle sein. Ich schätze die Einfachheit der öffentlichen Verkehrsmittel in London. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass wir uns dort schon besser auskennen. Mit Mühe und Not haben wir es dann doch geschafft die richtigen Ticket zu kaufen. Hier war die sprachliche Barriere ein klein wenig hinderlich. Wir konnten kein Spanisch, der Busfahrer kein Englisch, aber zum Glück sind vier Finger international.

Das Zentrum ist mit seinen teilweise sehr verzierten Bauwerken sehr schön anzuschauen. Die große Markthalle, in der es allerlei unterschiedliche frische Lebensmittel zu kaufen war, war sehr beeindruckend. Es gab Frühste und ich glaube es war Gemüse, welches ich zuvor noch nie gesehen, geschweige denn gegessen hatte. Obst gab es frisch aus der Kiste, säuberlich geputzt zum gleich essen, kandiert, geschwefelt oder auch zum trinken püriert. Also für jeden Geschmack etwas dabei. Auch bei Fleisch und Fisch gab es eine riesige Auswahl. Wir beschränkten uns auf das Obst zum gleich Essen. Nach der Markthallen klapperten wir die sehenswerten Bauwerke im Zentrum ab. Unser eigentliches Ziel war das Cafe de las Horas.

Cafe de las Horas

Dort gibt es das berühmte Agua de Valencia. Der frisch gepresste Orangensaft wird mit Prosecco, einem Likör und Eis gemixt und in einer kleinen Karaffe serviert. Schmeckt unheimlich erfrischend und man merkt den Alkohol nicht. Zu mindestens nicht gleich. Für die Kinder gab es frisch gepressten Orangensaft. In Spanien schmecken die Orangen halt einfach besser. Zur Sicherheit habe ich noch ein Agua de Valencia für unterwegs mitgenommen. Sicher ist sicher.

Als nächstes machten wir Halt bei der Seidenbörse. Der Eintritt war recht überschaubar. Schöne Räume in einem schönes Gebäude. War nett anzuschauen, aber auch schnell erledigt. Das Stadttor, oder besser gesagt eines davon lockte uns auch noch kurz bei sommerlichen Temperaturen die Stufen hoch. Oben angekommen konnten wir den Ausblick genießen. Aber auch dieses Erlebnis war recht kurzweilig, aber auch vergleichsweise günstig. Wir wollten ja auch schließlich nichts auslassen.

Vom Hunger getrieben suchten wir uns ein kleines Lokal. Ich wollte schließlich Paella probieren. ich musste feststellen, dass es nicht die eine Pealla gab, sondern verschiedene Arten der Zubereitung. Leicht überfordert entschied ich mich für die eher klassische Variante mit Kaninchen. Es war schon lecker. Auf dem Rückweg wanderte wir durch den Park, der früher als Flussbett diente und sich quer durch die Stadt zog. Den Gulliverspielplatz vor Augen stapften die Kids tapfer Meter um Meter. Dieser Spielplatz scheint bei Schulen/Kindergärten und Touristen sehr beliebt zu sein. Die Schulklassen hatten praktischer Weise alle die gleiche Kleidung an, sodass man die Kinder gut auseinander halten konnte. Es gab eine Wasserstelle und ein WC. Leider gibt es keinen Kiosk oder so, an dem man sich mit Eis oder kalten Getränken versorgen kann.

Auf dem Rückweg versorgten wir uns in der Mall mit Essen und gingen zurück ins Hotel. Dort setzten wir uns an die Bar und verbrachten den Rest des Abends. Die Mitarbeiter des Hotels waren so freundlich und druckten den Kindern Malvorlagen aus.

4. Tag

Wir hatten lange überlegt, was wir uns noch anschauen wollten. Schließlich entschlossen wir uns dazu in den Bioparc zu fahren. Zu erst schreckte uns der Preis etwas ab, aber ich muss sagen es lohnt sich.

Bioparc

Der Bioparc ist ein Zoo am Rand der Stadt. Mit dem Bus fuhren wir in die Nähe des Parks. Der Eingang wurde von einer riesigen Metallskulptur geziert. Es war nicht viel los, daher hatten wir an der Kasse eine relativ kurze Wartezeit. Ich habe schon einige Zoos und Tiergärten gesehen, aber ich muss sagen, dass dieser einer der schönsten war. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. In jeder Ecke gab es Tiere, Pflanzen oder einfach sehr schön angelegte Gehege zu betrachten. Idyllisch plätscherte kleine Wasserfälle auf kleinen Inseln. Ca. 4 Stunden genoßen wir den Aufenthalt im Park. Zwischendurch holten wir uns eine kleine Stärkung. Jeder Besuch in einem Zoo oder Museum führt natürlich durch den Shop. Kurzerhand wurden zwei Kuscheltiere adoptiert und für die Heimreise verpackt. Pumi und Otti gehören ja jetzt zur Familie.

Botanischer Garten

Auf dem Rückweg viel uns noch der Botanische Garten ins Auge. Der Garten war gar nicht so leicht zu finden, da uns diverse Baustellen den direkten Weg versperrten. Der Garten war voll von einheimischen Pflanzenarten, die auf Grund des Klimas natürlich etwas vielfältiger ist als die österreichische Vegetation. Jedenfalls gab es viel Schatten. Bei 30 Grad gar nicht so schlecht. Ich wusste gar nicht, dass Kakteen so groß werden können. Ein sehr interessanter Garten. Der Eintritt war auch überschaubar.

Auf dem Rückweg gab es diesmal Sushi in einem netten Lokal in der Shopping Mall in der Nähe des Hotels.

5. Tag

Am letzten Tag unseres Aufenthalts besuchten wir noch einmal die Stadt der Wissenschaft. Wir wollten noch das letzte unerkundete Fleckchen entdecken. Kurzerhand buchten wir Tickets für die L´Hemisféric. Wir entschieden uns für ein Zeichentrickabendteuer. Die Plätze in diesem sonderbaren Kino waren sehr steil angeordnet und jeder Besucher erhielt eine Art Kopfhören, bei dem man die gewünschte Sprache einstellen konnte. Deutsch war leider nicht verfügbar und irgendwann haben wir die Kopfhörer abgenommen, da es zeitgleich bei spanischer und englischer Beschallung sehr anstrengend wurde. Der Film war ganz in Ordnung. Die Art des Kinos war schon sehr interessant. Vielleicht hätte uns ein anderer Film mehr vom Hocker gehauen. Anschließend gingen wir zurück zur Shoppingmall und aßen auf Wunsch der Kinder noch einmal Sushi. Dann war es auch schon Zeit zurück zum Hotel zu gehen und unsere Rucksäcke zu holen. Zu erst wollten wir mit den Öffis zum Flughafen fahren und stiegen fest entschlossen in den Bus. Bei der U-Bahnstation hätten wir eine aufladbare Karte benötigt. Da wir aber nicht verstanden haben, wie genau es funktioniert, sind wir spontan auf ein Uber umgestiegen. So war die Fahrt doch um einiges angenehmer und schneller.

Am Flughafen wollten wir natürlich auch noch die Lounge ausprobieren. Man darf hier nicht zu hohe Ansprüche haben. Wir konnten noch einen Platz ergattern und irgendwie haben wir auch jeder etwas zum essen und trinken gefunden. Ziemlich erledigt von der Woche waren wir froh, als wir endlich im Flugzeug saßen und auf dem Weg nach Hause waren. Das eigene Bett ist eben doch das Beste.

Valencia ist auf jeden Fall einen Besuch wert, aber mehr als 4-5 Tage braucht man nicht, um die wichtigsten Dinge zu sehen.

Ich freue mich schon darauf, euch von unserer nächsten Reise zu berichten.

Bis Bald.

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