Vorweihnachtliches London (Dezember 2025)

Ein großer Wunsch von uns war es London einmal in der Vorweihnachtszeit zu sehen. Ich sag mal so, man muss es mögen und es ist auch nur für Personen gemacht, die kein Problem mit vielen anderen Menschen haben.

Wir waren zusammen mit den Kids unterwegs und das war an der ein oder anderen Stelle schon eine Herausforderung. Auf der anderen Seite war es aber auch sehr schön und beeindruckend.

Da uns WizzAir mit ihrem Billigflugangebot im Stich gelassen hat, mussten wir auf teurere Flüge umbuchen. Vorteil: wir hatten kostenloses Handgepäck und entsprechend mehr Platz für winterfeste Kleidung oder unsere Einkäufe.

1. Tag

Heathrow Express

n Heathrow angekommen überlegten wir, wie wir am besten in die Stadt kommen. Die U-Bahn fährt direkt vom Flughafen in die Stadt, dauert allerdings auch ca. 1. Std. Alternativ hätte ein Taxi/ Uber genauso lange gedauert, wäre aber deutlich teurer gewesen. So entschieden wir uns für die schnellere, aber auch nicht ganz günstige Variante mit dem Heathrow Express. Die Fahrtzeit betrug ca. 15 Minuten und führte uns zum Bahnhof Paddington. Die Kosten lagen bei zwei Erwachsenen bei ca. 50 Pfund. Die Kids fuhren wieder kostenlos mit, benötigten allerdings ein eigenes Ticket für die Schranke.

Nach einem zeitigen Start in den Tag fuhren wir zunächst in unser Hotel, um dort unsere Taschen abzugeben.

Park Avenue Bayswater Inn Hyde Park

Ein kleines Hotel in der Nähe der Station Bayswater. Gegenüber befindet sich ein kleiner Park und generell empfand ich die Umgebung als sehr angenehm. Das Zimmer war eher einfach gehalten, aber ausreichend. Wer Luxus erwartet sollte eher in einer anderen Preiskategorie suchen. Da wir vorhatten unterwegs zu frühstücken hatte ich wieder ohne Frühstück gebucht.

Butterfly Trail

Dieses Mal wollten wir endlich mit den Kids den Butterfly Trail besuchen. Beim letzten Mal waren die Räume wegen einer Promo-Aktion gesperrt.

Wir hatten Glück und musste nicht lange auf die Schmetterlinge warten. Die Kinder waren begeistert. Immer wieder einen Besuch wert und das schöne, es ist kostenlos.

Reagentstreet und Hamleys

Die Reagentstreet wurde für den Fahrzeugverkehr gesperrt, sodass man ungehindert auf der Straße laufen konnte. Überall standen umgebaute rote Busse, die als Verkaufstand für zahllose Süßigkeiten dienten. Wir ließen uns vom Strom treiben und dieser führte uns direkt zu Hamleys. Wohin auch sonst in der Vorweihnachtszeit mit Kindern? Die Massen gaben einen den Weg durch den Laden vor. Man wurde sanft von einer Etage zu nächten und immer im Kreis durch den Laden geschoben. Überall waren hoch motivierte Verkäufer, die einem die Waren anpriesen. Natürlich verließen wir den Laden nicht mit leeren Händen. Es ist ja schließlich bald Weihnachten.

Am Nachmittag machten wir uns wieder auf den Weg zum Hotel, um unser Zimmer zu beziehen. Auf dem Weg legten wir noch einen kurze Stopp im Pub ein. Das Pub in der Nähe unseres Hotels war kein Highlight, aber erfüllte seinen Zweck. Da zu diesem Zeitpunkt gerade ein Fußballspiel im TV übertragen wurde, waren die Pubs in der Umgebung alle recht voll und wir waren froh, dass wir überhaupt einen Platz bekommen haben.

Nach einer kurzen Erholungspause im Hotelzimmer machten wir uns auf dem Weg zu unserem ersten geplanten Programmpunkt.

Christmas Light Tour

Die Tour wird von verschiedenen Anbietern u.a. über GetYourGuide angeboten. Wichtig zu wissen, dass die Tour mit offenen Verdeck gemacht wird, also warm anziehen. Da sich alle Touren im Vorwege ähnlich angehört haben war der Preis ein entscheidendes Kriterium. für zwei Erwachsene und zwei Kinder habe ich zusammen ca. 70€ gezahlt. Es war zunächst nicht einfach den Treffpunkt zu erreichen, da so viele Menschen in der Stadt zu Fuß, mit der Bahn, mit dem Auto usw. unterwegs waren. Die U-Bahnstation in unmittelbarer Umgebung war sogar auf Grund der Menschenmengen gesperrt. Am Treffpunkt selbst zeigten wir unsere Tickets und stellten uns an. Dann warteten wir und warteten und warteten. Da der Verkehr auch fast zum Erliegen kam, kam unser Bus natürlich auch nicht vorwärts. Nachdem der vermeidlich nächste Bus in die falsche Richtung abbog warteten wir weiter. Ca. 1 Std. nach unserem eigentlichen Start war es dann endlich soweit. Da es die ganze Zeit leicht regnete und das Wetter nicht das Bester war entschieden wir uns gleich vorne sitzen zu bleiben. Das war nicht unsere beste Entscheidung. Durch den regen war die Scheibe nass und gute Fotos waren quasi unmöglich. Nur einmal entschieden war ein Sitzplatzwechsel keine Option mehr. Im Schritttempo ging es dann langsam los. Das erste Hightlight war Annabells mit der imposanten Fassade.

Wir stauten uns weiter durch die Stadt. Vorbei an den mit Lichterketten geschmückten Straßen und am Trafalguar Square. Ich muss sagen, der Weihnachtsbaum am Trafalgar Square machte in der Nacht und am Tag ehrlich gesagt nicht viel her. Da gab es unterwegs deutlich schönere Exemplare. Der Regen hörte irgendwann auf und die Scheibe vor uns trocknete ein wenig. Nach der Tour, die ca. 1 Stunde dauerte, in der wir gefühlt gar nicht vorangekommen sind waren wir doch etwas enttäuscht.

Im Großen und ganzen muss ich aber sagen, dass ein anderer Anbieter oder auch ein Hop On Hop Off, der auch andere Strecken fährt besser gewesen wäre. Auch zu Fuß wäre es sicherlich interessanter gewesen, da einige Straßen für den Fahrzeugverkehr gesperrt waren und man dort die Weihnachtsbeleuchtung gar nicht sehen konnte.(z.B. Regantstreet)

Auch für Fotos ist die Variante zu Fuß sicherlich die bessere.

2. Tag

Pastrada

In der Früh machten wir uns nach einem schnellen Instantkaffe im Hotelzimmer auf die Suche nach Frühstück. Bereits am Vorabend kamen wir an einigen kleinen Lokalen vorbei. Dabei fiel mir ein ganz besonderes Lokal ins Auge. Man könnte behaupten, dass mich das Lokal mit der rosafarbenen Blumendekoration langsam in seinen Bann zog. Meine Tochter und ich waren gleich begeistert, was man vom männlichen Teil unserer Familie nicht behaupten konnte. Wir waren die ersten Gäste in diesem kleinen aber sehr gemütlichen und liebevoll dekoriertem Lokal. Die Auswahl in der Speisekarte war auch reichhaltig. Ich entschied mich für eine. Balkan-Platte, mein Verlobter für ein classisches Frühstück und die Kids wollten Waffeln. Da alles frisch zubereitet wurde musste wir ein wenig warten, aber das hat sich total gelohnt. Auch die anfänglich wenig Überzeugten, mussten zugeben, dass das Frühstück einfach sensationell war. So liebevoll das Lokal dekoriert wurde, so liebevoll wurde auch das Essen zubereitet. Wenn man in der Nähe ist, sollte man unbedingt vorbei schauen.

Anschließend ließen wir uns noch ein wenig durch die Stadt treiben. Im Internet hatte ich vom Snoopi Trail gelesen, also begaben wir uns auf die Suche nach der ersten Hundehütte. Auf dem Weg nutzen wir die Chance einen Blick in die St. Pauls Cathedrale zu werfen, da der Zutritt auf Grund eines Gottesdienstes kostenlos war. Also schlossen wir uns den anderen Touristen an und ließen uns in die Kirche treiben. Die Cathedrale ist sehr groß aber recht unspäktakulär. Hier wurde auf viel Kitsch und Schnörkel verzichtet, was die Kirche aber nicht weniger beeindruckend erscheinen lässt.

Nachdem wir den Vormittag entspannt und mit nicht ganz so tollem Wetter hinter uns hatten, wollten wir uns noch kurz im Hotel ausruhen, bevor es dann zu unserem eigentlichen Highlight ging. Das Winter Wonderland.

Winter Wonderland

Wir hatten viel über das Winter Wonderland gelesen und uns schon Monate im Voraus registriert, damit wir ja rechtzeitig Timeslots buchen konnten. Wir hätten uns wahrscheinlich gar nicht so stressen müssen, aber hinterher ist man ja immer schlauer. Jedenfalls buchten wir für Sonntag Nachmittag Timeslot. (Peaktime) Je nach Zeit muss man für den Eintritt einen kleinen Betrag zahlen, um Zutritt zum Gelände zu erhalten. Einmal auf dem Gelände kann man jedoch so lange bleiben wie man möchte. Im Nachhinein war ich auch froh, dass wir nicht am Samstag dort waren. Das wären mir wahrscheinlich auch zu viele Menschen gewesen. Es gibt unterschiedliche Eingänge, die farblich markiert sind. Der goldene Eingang war für uns der Nächste, daher stellten wir uns dort zeitgerecht an. Es gab natürlich eine Sicherheitskontrolle. Getränke, Spraydosen usw. durften nicht mit auf das Gelände genommen werden. Es gab vorab auch die Empfehlung generell auf Taschen und Rucksäcke zu verzichten. Die Kontrolle bzw. der Weg dorthin nahm etwas Zeit in Anspruch. Jede Reihe wurde durch Gitter abgetrennt und die Besucher stellten sich brav an. Das Gelände selbst in in verschiedene Bereiche und Themenschwerpunkte unterteilt. Wir entschlossen uns geordnet vorzugehen, da man sonst leicht den Überblick verliert. Es gab jede Menge Fahrgeschäfte, Bars, Schießbuden und andere Verkaufsstände. Vorab gab es die Möglichkeit unterschiedliche Pakete zu buchen. Da war ein wenig unübersichtlich, daher ließen wir es darauf ankommen. Vor Ort konnte man auch alles einzeln kaufen. Ich empfand es jetzt nicht als Nachteil bzw. hatte nicht das Gefühl, dass wir dadurch mehr gezahlt hätten. Günstig ist ein Aufenthalt in keinem Fall.

Diesen Abend ließen wir gemütlich ausklingen und gingen auf dem Weg zum Hotel noch in ein Pub. Wir hatten Glück und ergatterten noch einen Tisch. Der kalte Cider schmeckte nach diesem langen Tag besonders gut. Ich liebe die Atmosphäre in den Pubs. Es ist zwar voll und teilweise laut, aber es ist trotzdem angenehm und stressfrei.

3. Tag

Für den 3. Tag hatte ich zum Frühstücken einen Tisch in einem Restaurant neben dem Bahnhof King Cross reserviert. Wir ließen unsere Taschen im Hotel und fuhren nach Kingscross. Da wir sehr früh dran waren gingen wir noch zum Bahnhof, um uns die Zeit zu vertreiben. Selbst zu dieser frühen Stunde war an Gleis 9 3/4 die Hölle los. Also hatte sich die Vorstellung von einem schnellen Foto schnell wieder in Luft aufgelöst. So schauten wir uns die überdimensionale Spieluhr und ein kleines Haus aus der Welt von Harry Potter an. Als es dann endlich soweit war gingen wir über die Straße zum German Gymnasium.

German Gymnasium

Das Restaurant war sehr groß. In der Mitte befand sich ein schön geschmückter Weihnachtsbaum. Wir waren so ziemlich die einzigen Gäste. Trotzdem wurden wir gefühlt an den kleinsten Tisch des Restaurants geführt. Das machte das Frühstück bzw. das Arangiern der Teller etwas umständlich. Wir der Name schon sagt gab es eher deutsche Speisen oder zu mindestens hatten sie deutsche Name. Ich bestellt ein Frühstück Hamburg, die Kinder Obstsalat und Quarkkeulchen und meine bessere Hälfte entschied sich für Berlin. Das Essen war OK, aber auch nicht herausragend. Ich muss sagen, dass das Essen vom Vortag um Welten besser war. Auch das Lokal selbst war eher kühl und unpersönlich im Vergleich zum Pastrada. Es war einen Versuch wert, aber keiner, der nach einer Wiederholung schreit.

Shopping

Im Anschluss fuhren wir mit der Bahn ins Westfieldcenter. Eines der größten Einkaufszentren Europas. Bereits am Eingang wurden wir von der festlichen Dekoration in Empfang genommen. Überall gab es die Möglichkeit ein paar tolle Erinnerungsfotos zu machen. Nachdem wir unsere Jacken in der Garderobe abgegeben hatten starteten wir los. Auch hier bekamen wir wieder einiges geboten. So gab es gerade eine Promotion des neuen Wicked-Films. Hierfür stand ein riesiger Baum direkt in der Mall. Gleich nebenan gab es eine kleine Ausstellung. Da zu diesem Zeitpunkt nichts los war, konnten wir direkt rein gehen und mussten keinen Timeslot buchen. Praktischerweise gab es auf dem Boden Markierungen, die den optimalen Standpunkt für Fotos anzeigte. Die Kids hatten in jedem Fall und es entstanden ein paar lustige Fotos. Natürlich haben wir das Center nicht mit leeren Händen verlassen. Von Schuhen, über Kleidung, Spielzeug und Bücher war alles mit dabei. Wir haben sogar ein paar tolle Bücher zum Englisch lernen für die Kids gefunden. Eine kostenlose Spielapp gab es noch gratis oben drauf.

Nach unserem Shoppingtripp holten wir unsere Taschen aus dem Hotel und entschieden uns mit dem Taxi zum Flughafen zu fahren. Der Verkehr war etwas zäh, sodass wir länger als gedacht zum Flughafen unterwegs waren. Da wir aber wirklich viel Zeit hatten stresste uns das nicht. Unser Kartenspiel führte zu einer kleinen routinemäßigen Drogenkontrolle. Aber alles nicht schlimm und wir konnten schnell weiter. Auf der Suche nach einer Lounge, in der wir die Wartezeit verbringen konnten, wurden wir bei der ersten gleich mal abgelehnt. Keine Chance ohne Reservierung. In der zweiten hatten wir etwas mehr Glück. Jedoch wurde unser Aufenthalt auf 2 Stunden begrenzt. Jede weitere Verlängerung hätte uns eine Menge Geld gekostet. Das war die Lounge dann leider doch nicht wert. Aber zwei Stunden sind ja auch schon was. Das Angebot in der Lounge, bis auf die alkoholischen Getränke ist sehr oft überschaubar, aber irgendwie findet man immer etwas. Unser Flieger hatte mal wieder etwas Verspätung und so waren wir dann gegen Mitternacht endlich total erledigt wieder zu Hause.

Fazit der vorweihnachtlichen Reise nach London: Wenn man kein Problem mit Menschen und Körperkontakt hat, sollte man sich diese Stadt unbedingt in der Weihnachtszeit anschauen. Es gibt so viele schöne Ecken, die wir uns leider auf Grund der zeitlichen Begrenzung nicht anschauen konnten. Zur Sicherheit sollte man auch ein entsprechendes Budget einplanen, da die Flüge und Hotels und gefühlt auch alles andere im Dezember noch teurer ist als sonst.

Valencia (Oktober 2025)

Nachdem mir mein Verlobter schon viel über Valencia erzählt hatte stand diese Destination auch noch auf unserer Reiseliste. Da die Flugverbindung aus Österreich nicht immer die beste ist, war ich umso erfreuter Flüge innerhalb der Herbstferien zu bekommen. Ein Hotel war über Booking schnell gefunden.

1. Tag

In Valencia angekommen taten wir uns, mit unseren nicht vorhandenen Spanischkenntnissen etwas schwer. Der geneigte Spanier ist mit der englischen Sprache nicht so vertraut. Mit Händen und Füßen versuchte uns der Leitwolf der Taxifahrer, zu mindestens übernahm er die Kommunikation mit den vorderen 5 Taxen um zu beraten, wie wir das jetzt mit den Kindersitzen für zwei Kinder lösen könnten. Scheinbar ist die Polizei in Spanien sehr streng, wenn es um diese Vorgaben geht. So richtig zufriedenstellend konnten wir das Problem nicht lösen, aber wir haben dann trotzdem den Weg zum Hotel gefunden.

Das Wetter war sensationell. Wir hatten jeden Tag strahlenden Sonnenschein und Temperaturen zwischen 25 bis 30 Grad.

Hotel

Unser Hotel befand sich ganz in der Nähe der Stadt der Wissenschaft. So konnten wir viel zu Fuß erreichen. Es war solide und das Frühstück war in Ordnung. Die Standards in Spanien sind offensichtlich anders, als wir es aus Österreich gewohnt sind. Das Personal war allerdings sehr freundlich und immer sehr hilfsbereit.

Nachdem wir unsere Taschen abgegeben hatten, erkundeten wir die Umgebung. Zuerst lockte uns die Stadt der Wissenschaft mit ihren imposanten Bauwerken. Entlang des Parks gab es auch die kleinen grünen Papageien zu sehen, die überall in der Stadt beheimatet waren. Wir liefen bis zum Gullivar Spielplatz. Der Spielplatz besteht aus einer überdimensionalen, am Boden liegenden Gulliver-Figur, auf der die Kinder und auch der ein oder andere Erwachsene nach Herzenslust herumklettern konnten. Leider gab es hier keine Möglichkeit etwas zu trinken zu kaufen, sodass wir es bei den warmen Temperaturen nicht lange aushielten. Da wir immer noch Zeit hatten, bis unser Zimmer bezugsfertig war gingen wir in Richtung Strand. Am Hafen vorbei war es dann nicht mehr weit. Der Strand war, bis auf ein paar Touristen und Strandtuchverkäufer relativ leer. Nachdem wir auch den vierten Verkäufer erfolgreich abwehren konnten gingen wir bis vor zum Meer. Die Kinder waren hell auf begeistert und fingen auch gleich an nach Muscheln zu suchen. Nass und sandig liefen wir den Strand entlang. Ich war nass und die Kinder sandig. Ich habe wohl die Reichweite der Wellen ein klein wenig unterschätzt würden geneigte Beobachter meinen. Naja Dummheit muss eben bestraft werden. Am Strand kehrten wir noch in ein kleines Eiscafe ein und versorgten uns mit Eis und Getränken.

Dann war es endlich Zeit unser Zimmer im Hotel zu beziehen. Ziemlich erledigt von der Anreise beschlossen wir den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Wir besorgten uns noch etwas zum Essen und ließen die Seele baumeln.

2. Tag

der 2. Tag startete mit einem Frühstück im Hotel. Anschließend stand ein Besuch im Oceanografic an.

Oceanografic

Wie immer viel zu früh drehten wir noch eine Runde durch die Stadt der Wissenschaft und stellten uns dann beim Eingangstor an. Minütlich strömten neue Wartende zum Eingang. Was uns aber relativ egal war, da wir ja vorne in der Schlange standen und die Tickets bereits online vorab gebucht hatten. Dann war es endlich soweit und wir durften rein. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Es gab so viel zu sehen und zu entdecken. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Ein Tier war bunter als das nächste. Hier ein Foto und dort ein Andenken. Der krönende Abschluss sollte die Delphinshow werden. Da sich scheinbar alle Besucher die erste Show anschauen wollten, nutzten wir die Zeit uns alles in Ruhe und ungestört anzuschauen. Bei der nächsten Show sicherten wir uns zeitgerecht gute Plätze. wer nicht hinter einem Pfeiler sitzen möchte, sollte rechtzeitig in die Arena gehen.

Das Oceanografic ist absolut sehenswert!!!!

Museum der Stadt der Wissenschaft

Schon ein wenig müde liefen wir zurück zu unserem Ausgangspunkt. Wir hatten ja schließlich ein Kombiticket und das wollte genutzt werden. Also hieß unser nächster Stopp Museum der Stadt der Wissenschaft. Am Anfang befürchtete ich ein klassisches Museum mit mehr oder weniger Interessanten Ausstellungsgegenständen, bei denen die Kids vor lange Weile und Dessinteresse schon nach wenigen Minuten mit dem Nörgeln anfangen. Als uns allerdings gleich am Anfang ein paar frisch geschlüpfte Küken und noch weitere Eier, die mal frisch geschlüpfte Küken werden wollen begrüßten, war eine Anfangseuphorie zu spüren. Ich hoffte, dass das Museum nicht alles nur auf die Küken gesetzt hatte. Das Museum entpuppte sich als eine große Mitmachausstellung mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Leonardo da Vinci nahm uns mit auf seine Reise. An mehreren Staffeleien hatten Besucher die Möglichkeit Schritt für Schritt eines der bekannten Kunstwerke von da Vinci nachzuzeichnen. Manchen gelang es besser, andere waren auch bemüht. Die Kids waren jedoch total begeistert, auch wenn die Ergebnisse sehr unterschiedlich ausfielen. Das Probesitzen im Rahmen der Mona Lisa oder auch das Ausprobieren unterschiedlicher Geräte und Maschinen, die da Vinci konstruiert hatte brachten neue Energie in unsere müden Gelenke. Nachdem uns da Vinci verabschiedet hatten standen Schattenspiele mit unterschiedlichen Verkleidungen, Sprachverzerrungsmaschinen, physikalische Gesetze und natürlich noch einmal die frisch geschlüpften Küken auf dem Programm. Wiedererwartend war es eine spannende und sehr fesselnde Ausstellung. Die Kinder nutzen jede Gelegenheit anzufassen, was man anfassen durfte, auszuprobieren, was auszuprobieren war. Wir mussten die Kinder quasi nötigen mit uns zum Ausgang zu gehen, da wir wussten, dass der Hunger bald schlagartig eintreten würde. Und jeder der Kinder hat weiß, dass es hier um Sekunden und Leben oder Tod geht.

Irgendwie war unserer Ernährung in dieser Woche sehr von Burgern geprägt. Dabei hätte ich nicht erwartet, dass diese in Spanien so beliebt sind. Nach einem anstrengendem aber sehr interessanten Tag ließen wir den Abend an der Hotelbar ausklingen.

3. Tag

Am dritten Tag wollten wir mal nicht in die Stadt der Wissenschaft. Wir orientierten uns in Richtung Zentrum. Unser erster Halt an diesem Tag sollte die Markthalle sein. Ich schätze die Einfachheit der öffentlichen Verkehrsmittel in London. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass wir uns dort schon besser auskennen. Mit Mühe und Not haben wir es dann doch geschafft die richtigen Ticket zu kaufen. Hier war die sprachliche Barriere ein klein wenig hinderlich. Wir konnten kein Spanisch, der Busfahrer kein Englisch, aber zum Glück sind vier Finger international.

Das Zentrum ist mit seinen teilweise sehr verzierten Bauwerken sehr schön anzuschauen. Die große Markthalle, in der es allerlei unterschiedliche frische Lebensmittel zu kaufen war, war sehr beeindruckend. Es gab Frühste und ich glaube es war Gemüse, welches ich zuvor noch nie gesehen, geschweige denn gegessen hatte. Obst gab es frisch aus der Kiste, säuberlich geputzt zum gleich essen, kandiert, geschwefelt oder auch zum trinken püriert. Also für jeden Geschmack etwas dabei. Auch bei Fleisch und Fisch gab es eine riesige Auswahl. Wir beschränkten uns auf das Obst zum gleich Essen. Nach der Markthallen klapperten wir die sehenswerten Bauwerke im Zentrum ab. Unser eigentliches Ziel war das Cafe de las Horas.

Cafe de las Horas

Dort gibt es das berühmte Agua de Valencia. Der frisch gepresste Orangensaft wird mit Prosecco, einem Likör und Eis gemixt und in einer kleinen Karaffe serviert. Schmeckt unheimlich erfrischend und man merkt den Alkohol nicht. Zu mindestens nicht gleich. Für die Kinder gab es frisch gepressten Orangensaft. In Spanien schmecken die Orangen halt einfach besser. Zur Sicherheit habe ich noch ein Agua de Valencia für unterwegs mitgenommen. Sicher ist sicher.

Als nächstes machten wir Halt bei der Seidenbörse. Der Eintritt war recht überschaubar. Schöne Räume in einem schönes Gebäude. War nett anzuschauen, aber auch schnell erledigt. Das Stadttor, oder besser gesagt eines davon lockte uns auch noch kurz bei sommerlichen Temperaturen die Stufen hoch. Oben angekommen konnten wir den Ausblick genießen. Aber auch dieses Erlebnis war recht kurzweilig, aber auch vergleichsweise günstig. Wir wollten ja auch schließlich nichts auslassen.

Vom Hunger getrieben suchten wir uns ein kleines Lokal. Ich wollte schließlich Paella probieren. ich musste feststellen, dass es nicht die eine Pealla gab, sondern verschiedene Arten der Zubereitung. Leicht überfordert entschied ich mich für die eher klassische Variante mit Kaninchen. Es war schon lecker. Auf dem Rückweg wanderte wir durch den Park, der früher als Flussbett diente und sich quer durch die Stadt zog. Den Gulliverspielplatz vor Augen stapften die Kids tapfer Meter um Meter. Dieser Spielplatz scheint bei Schulen/Kindergärten und Touristen sehr beliebt zu sein. Die Schulklassen hatten praktischer Weise alle die gleiche Kleidung an, sodass man die Kinder gut auseinander halten konnte. Es gab eine Wasserstelle und ein WC. Leider gibt es keinen Kiosk oder so, an dem man sich mit Eis oder kalten Getränken versorgen kann.

Auf dem Rückweg versorgten wir uns in der Mall mit Essen und gingen zurück ins Hotel. Dort setzten wir uns an die Bar und verbrachten den Rest des Abends. Die Mitarbeiter des Hotels waren so freundlich und druckten den Kindern Malvorlagen aus.

4. Tag

Wir hatten lange überlegt, was wir uns noch anschauen wollten. Schließlich entschlossen wir uns dazu in den Bioparc zu fahren. Zu erst schreckte uns der Preis etwas ab, aber ich muss sagen es lohnt sich.

Bioparc

Der Bioparc ist ein Zoo am Rand der Stadt. Mit dem Bus fuhren wir in die Nähe des Parks. Der Eingang wurde von einer riesigen Metallskulptur geziert. Es war nicht viel los, daher hatten wir an der Kasse eine relativ kurze Wartezeit. Ich habe schon einige Zoos und Tiergärten gesehen, aber ich muss sagen, dass dieser einer der schönsten war. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. In jeder Ecke gab es Tiere, Pflanzen oder einfach sehr schön angelegte Gehege zu betrachten. Idyllisch plätscherte kleine Wasserfälle auf kleinen Inseln. Ca. 4 Stunden genoßen wir den Aufenthalt im Park. Zwischendurch holten wir uns eine kleine Stärkung. Jeder Besuch in einem Zoo oder Museum führt natürlich durch den Shop. Kurzerhand wurden zwei Kuscheltiere adoptiert und für die Heimreise verpackt. Pumi und Otti gehören ja jetzt zur Familie.

Botanischer Garten

Auf dem Rückweg viel uns noch der Botanische Garten ins Auge. Der Garten war gar nicht so leicht zu finden, da uns diverse Baustellen den direkten Weg versperrten. Der Garten war voll von einheimischen Pflanzenarten, die auf Grund des Klimas natürlich etwas vielfältiger ist als die österreichische Vegetation. Jedenfalls gab es viel Schatten. Bei 30 Grad gar nicht so schlecht. Ich wusste gar nicht, dass Kakteen so groß werden können. Ein sehr interessanter Garten. Der Eintritt war auch überschaubar.

Auf dem Rückweg gab es diesmal Sushi in einem netten Lokal in der Shopping Mall in der Nähe des Hotels.

5. Tag

Am letzten Tag unseres Aufenthalts besuchten wir noch einmal die Stadt der Wissenschaft. Wir wollten noch das letzte unerkundete Fleckchen entdecken. Kurzerhand buchten wir Tickets für die L´Hemisféric. Wir entschieden uns für ein Zeichentrickabendteuer. Die Plätze in diesem sonderbaren Kino waren sehr steil angeordnet und jeder Besucher erhielt eine Art Kopfhören, bei dem man die gewünschte Sprache einstellen konnte. Deutsch war leider nicht verfügbar und irgendwann haben wir die Kopfhörer abgenommen, da es zeitgleich bei spanischer und englischer Beschallung sehr anstrengend wurde. Der Film war ganz in Ordnung. Die Art des Kinos war schon sehr interessant. Vielleicht hätte uns ein anderer Film mehr vom Hocker gehauen. Anschließend gingen wir zurück zur Shoppingmall und aßen auf Wunsch der Kinder noch einmal Sushi. Dann war es auch schon Zeit zurück zum Hotel zu gehen und unsere Rucksäcke zu holen. Zu erst wollten wir mit den Öffis zum Flughafen fahren und stiegen fest entschlossen in den Bus. Bei der U-Bahnstation hätten wir eine aufladbare Karte benötigt. Da wir aber nicht verstanden haben, wie genau es funktioniert, sind wir spontan auf ein Uber umgestiegen. So war die Fahrt doch um einiges angenehmer und schneller.

Am Flughafen wollten wir natürlich auch noch die Lounge ausprobieren. Man darf hier nicht zu hohe Ansprüche haben. Wir konnten noch einen Platz ergattern und irgendwie haben wir auch jeder etwas zum essen und trinken gefunden. Ziemlich erledigt von der Woche waren wir froh, als wir endlich im Flugzeug saßen und auf dem Weg nach Hause waren. Das eigene Bett ist eben doch das Beste.

Valencia ist auf jeden Fall einen Besuch wert, aber mehr als 4-5 Tage braucht man nicht, um die wichtigsten Dinge zu sehen.

Ich freue mich schon darauf, euch von unserer nächsten Reise zu berichten.

Bis Bald.