Wir haben es schon wieder getan (Juli 2025)

Lange lies der nächste Besuch nicht auf sich warten. Wir nutzten die kinderfreie Zeit für ein paar gemeinsame Momente zu zweit. und wo geht das besser, als in unserer Lieblingsstadt.

Bei diesem Aufenthalt entschieden wir uns mal für ein Hotel in einer anderen Ecke von London. Greenwich war dieses Mal unser Ziel. Aber zuerst verschlug es uns mal wieder für ein kurzes Frühstück zum Borough Market. Nach ein paar Bagel und einen Kaffee fuhren wir mit der U-Bahn nach Canary Wharf. Am frühen Morgen war dort alles noch sehr ruhig. Daher entschlossen wir uns einen unserer Lieblingsplätze aufzusuchen. Lever and Bloom lag jetzt nicht unbedingt auf dem Weg, aber was tut man nicht alles für ein paar extrem leckere Cinnamon buns. Anschließend wollten wir uns eines der größten Shoppingcenter Londons anschauen. Das Westfield London hat unsere Erwartungen betreffend der Größe weit übertroffen. Hier kann man sicher einen ganzen Tag verbringen und viel Geld ausgeben. Nach ein bisschen Shopping war eine kleine Stärkung im the Anchor mehr als notwendig. Ein kurzer Besuch in diesem Pub ist schon quasi zur Tradition geworden.

Zedwell Hotel Greenwich

Als die Zeit reif für unser Check In war, machten wir uns auf den Weg nach Greenwich. Die Busfahrt dorthin gab uns wieder einen tollen Einblick in einen neuen, für uns noch unbekannten Stadtteil. Das Hotel war von Außen sehr unscheinbar. Zum ersten Mal wollten wir ein Hotelzimmer ohne Fenster ausprobieren. Das ist ja zur Zeit offensichtlich total im Trend. Im Hotelzimmer war allerdings nicht nur das Tageslicht Mangelware bzw. nicht vorhanden, sondern auch die Einrichtung war mehr als spartanisch. Außer eine Matratze am Boden gab es eigentlich nichts. Das einzige bewegliche neben der Matratze war ein kleiner Mülleimer im kleinen Bad. Wenn man keine, aber auch so gar keine Ansprüche an ein Hotelzimmer hat, wird man hier nicht enttäuscht. Es war einen Versuch wert, eine Wiederholung kommt für uns eher nicht in Frage. Das gute am fehlenden Fenster war, dass man nicht bemerkt wann die Sonne aufgeht. Ich glaube so lange habe ich schon ewig nicht mehr geschlafen.

The Tower of London

Foottrucks Tower of London

Nach ca. 4,5 Stunden Besichtigung des Towers plagte uns der Hunger. Bereits am Morgen hatten wir die Foottrucks vor dem Tower entdeckt. Der „Duck Truck“ lockte uns am meisten. Man hatte u.a. die Wahl zwischen Bowl und Wrap. So etwas in der Art hatte ich zuvor noch nie gegessen. Geschmacklich sehr interessant und ziemlich lecker. Wenn man Ente mag sollte man einen Versuch wagen.

Ben and Jerrys

Nach dem „Duck Truck“ brauchten wir noch etwas Süßes. Was bot sich da mehr an, als das beste Eis der Welt. Ich als bekennender Ben and Jerry`s Junkie musste nicht lang überzeugt werden. Dieses sensationelle Eis kombiniert mit Salted Karamelsoße und Sahne war ein Gedicht. Es war die ca. 5000 Kalorien eindeutig wert.

Camden und The World’s End

Relativ spontan fuhren wir nach Camden. Wir lernte wieder eine neue und sehr eindrucksvolle Seite Londons kennen. Street Art, außergewöhnliche Menschen, Musik, Geschäfte und Kulinarik erwarteten uns in diesem besonderen Stadtteil. Es war viel los, aber es war trotzdem angenehm.

Bevor wir uns durch die Straßen schlugen kehrten wir noch für einen kurzen Zwischenstopp im Pub ein. „The World`s End“, hier war der Name Programm. Der geneigte Rock Fan würde sich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit wohlfühlen. Laute Rockmusik dröhnte aus den Lautsprechern während Capitan Jack Sparrow die Gäste bediente. Cooles Ambiente und leckeres Bier. Am Nachmittag/ Abend geht hier sicher die Post ab.

Anschließend gingen wir gemütlich die Straße entlang, bis wir zu einem kleinen Kanal mit unzähligen Schleusen kam, durch die sich die kleinen Hausbote den Weg bahnten. Die Schleusen mussten mit harter Arbeit und Muskelkraft von den Bewohnern der Hausboote bedient werden. Nach der Schleuse ist vor der Schleuse, so schien es zumindestens auf dem kurzen Stück des Kanals, welches wir uns anschauten. Generell schien dieses Schauspiel zahllose Touristen anzuziehen, so auch uns.

An einem der zahllosen kleinen Stände konnte ich sogar noch ein Souvenier für zu Hause finden. Hier findet man Dinge, die es sonst an den üblichen Touristen Hotspots nicht gibt. Handwerk und Kunst stehen hier an erster Stelle.

Grafittitunnel

Schon ein wenig müde, aber noch nicht am Ende machten wir uns auf dem Weg zum bekanntesten Tunnel der Stadt. Dieser Tunnel in Waterloo wurde offiziell für die Sprayer freigegeben. Jeder der kann und mag darf sich hier künstlerisch entfalten. Der eine mit mehr, der andere mit weniger Talent. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und Kunst ist das, was man daraus macht. Die Kombination aller Bilder macht aus dem Tunnel ein bemerkenswerten Ort. Auch für Neulinge und Interessierte gibt es vor Ort die Möglichkeit sich auszuprobieren. Gegen ein paar Pfund kann man sich an einem Stand eine Dose der bunten Sprühfarbe kaufen und sich in die Riege der Künstler einreihen.

The Royal Horse Guards

In den sozialen Medien wird über diese Attraktion im Überfluss berichtet. Natürlich musste ich mir auch selbst ein Bild machen. Eine klassiches Touristenfoto war schnell erledigt. Die königlichen Pferde und Reiter waren quasi umringt von Interessierten. Wir folgten dem Schwarm der Touristen in der Hoffnung auf weitere spannende Erlebnisse durch den Innenhof auf die andere Seite des Gebäudes. Auf dem großen Platz hinter dem Haus gab es einen abgesperrten Bereich. Die ersten Touristen stellten sich bereits brav an die Absperrung. Gespannt vor Aufregung taten wir es ihnen gleich und suchten uns die vermeidlich besten Plätze. Wir hatten ja keine Ahnung, was genau hier stattfinden sollte und vor allem wann genau? Da es mit fortgeschrittener Zeit immer voller auf dem Platz wurde, konnte es ja nicht mehr lange dauern. Das dachten wir zumindestens. Irgendwann entschied ich mich dafür kurz im Internet zu schauen, auf was wir hier eigentlich warten. Es sollte demnächst die Wachablöse stattfinden. Aus Richtung Palast kam kurz darauf eine Gruppe Reiter mit ihren Pferden, begleitet von berittenen Polizisten. Nachdem die Reiter auf dem Platz Stellung bezogen hatten und es ein paar Mal hin und her ging, passierte sehr, sehr lange mal gar nichts. Irgendwann war die Ablöse abgeschlossen und die alte Garde machte sich auf den Weg zurück zum Palast. An sich nett anzuschauen, jedoch hätte es für meinen Geschmack auch deutlich schneller gehen können.

Cable Cars

Am nächsten Tag wollten wir einen weiteren Punkt auf unserer Liste abarbeiten. Ich hatte schon einiges von den Cable Cars gelesen und da waren sie jetzt. Der Höhenangst zu Trotz stiegen wir zu zweit in die kleine Gondel und gondelten über die Themse. Ein wirklich tolles Blick auf die O2 World und den Flughafen London City. Kurz vor der Landung konnte man den Piloten noch viel Glück wünschen und hoffen, dass er nicht gegen das Tragseil der Gondeln flog. Eine sehr wackelige Angelegenheit. Ich mache kein Geheimnis darauf, dass ich froh war wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Wer den doppelten Spaß haben möchte, kann einfach sitzen bleiben und mit der gleichen Gondel wieder zurück fahren.

China Town und die gebackenen Fische

China Town war uns bereits bekannt, jedoch wollte ich unbedingt noch die kleinen gebackenen Fische mit Füllung probieren. Nach etwas Suchen konnten wir eine Chinesische Bäckerei finden, die diesen kleinen Fische anbot. Wir konnten nicht identifizieren um welche Füllung es sich handelte. Selbst Deepl ließ uns im Regen stehen. Also blieb uns nichts anderes übrig, als mutig dem Fisch den Kopf abzubeißen und zu hoffen, dass es keine böse Überraschung gab. Nach einem kurzen Moment der Angst kam die Erleichterung. Eine cremige Füllung mit einem vanilleähnlichem Geschmack rundete den weichen leckeren Teig ab. Das Risiko hatte sich gelohnt. Da die kleinen süßen Fische unseren Hunger nicht stillen konnten suchten wir uns noch ein Lokal. In China Town gibt es leider viele Lokal, in denen ausschließlich Barzahlung akzeptiert wird. Aber wir hatten Glück und konnten ein Lokal mit Kartenzahlung ausfindig machen. Mit unseren gebratenen Nudeln machten wir uns auf den Weg zu unserer nächsten Station.

Leicaster Square

Am Leicaster Square gibt es einiges zu sehen und zu entdecken. Rund um den kleinen Park sind Statuen weltbekannter Filme versteckt. Es gibt eine Übersichtskarte mit einer kurzen Beschreibung und der Lage der einzelnen Statuen. Eine Gelegenheit für tolle und witzige Fotos.

Auch dieser Ausflug nach London hatte es wieder in sich und hat uns um wertvolle Eindrücke bereichert. Die nächste Reise ist bereits geplant und hält sicher wieder viele Überraschungen für uns bereit. Bis zum nächsten Mal.

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